Frühförderstelle — Vor allem Sinne

Wie spürst du dich in der Welt?
Vor allem Sinne.

Die Sinne sind unser Tor zur Welt und vermitteln uns stetig Eindrücke. Sie sind das Medium, durch das sich der Mensch in der Welt erlebt und beeinflussen dadurch auch sein Verhalten dieser gegenüber. In der Entwicklung vom Säuglingsalter bis zur freien, selbstbestimmten Person spielen die Sinne daher eine grundlegende Rolle. Von den Sinneszellen über die Nervenbahnen bis hin zum Gehirn müssen sich die Sinnessysteme aus der angeborenen Anlage noch weiterentwickeln. Durch Aktivität reifen sie und integrieren sich in unser Erleben.
In der frühen Kindheit sind vor allem die direkt leibbezogenen Sinne von Bedeutung, namentlich der Tastsinn, der Lebenssinn, der Bewegungssinn und der Gleichgewichtssinn. Über sie kann das Kind sowohl ein stabiles Selbsterleben erlangen, als auch ein gutes dingliches Verständnis von seiner Umwelt. So bildet sich ein gesundes Fundament für die weitere Entwicklung ab dem Schulalter.
Eine Chance für die Sinnesentwicklung sind die regelmäßigen Angebote im Alltag. Von Anfang an nutzen Kinder alle Möglichkeiten in ihrer Umgebung, Dinge kennen zu lernen, indem sie diese anfassen, an den Mund führen, sie drehen, wenden, auf etwas stellen, in etwas hineintun. Hier sind Kinder Entdecker und Schöpfer zugleich, denn während sie tätig sind, lernen sie etwas über die Beschaffenheit der Dinge und gleichzeitig bilden sie auf einer organischen Ebene die Funktionalität ihrer Sinnessysteme aus.
Positive äußere Einflüsse können die Entwicklung der leibbezogenen Sinne im Kindesalter pflegen und so das Fundament für jede weitere Entwicklung stärken. Die verlinkten Beiträge zu den vier basalen Sinnen sollen Ihnen als Eltern helfen, ein besseres Verständnis für die Rolle der Sinne in der Entwicklung Ihrer Kinder zu bekommen und konkrete Anregungen zur Pflege im Alltag vermitteln.
Als Erwachsene haben wir vor allem in der frühen Kindheit den größten Einfluss auf die sinnlich erfahrbare Welt der Kinder. Also lassen Sie uns als Erwachsene die Umgebung so gestalten, damit Kinder ihre Sinne entfalten und die Freude an ihrer eigenen Entwicklung entdecken können.
Für tiefergehende Erläuterungen zu den basalen Sinnen, menschenkundliche Betrachtungen und 26 konkrete Praxis-Module zur Pflege der Sinne in der frühen Kindheit ist ab sofort das Buch „Vor allem Sinne – Praxisbuch Frühförderung für Eltern und Fachkräfte in Therapie und Pädagogik“ erhältlich.

Hof-Post im März

Liebe Freundinnen und Freunde des hofs,

die Nachricht vom wärmsten und zugleich nassesten Februar aller Zeiten kennen Sie wahrscheinlich schon, die Folge ist, dass zum ersten Mal in meiner inneren Aufzeichnung der Naturereignisse (auch schon fast 6 Jahrzehnte) Schneeglöckchen, Mirabellen, Osterglocken und Forsythien parallel blühen, was sich sonst in geordneter Reihenfolge zeigt. Um mit dem Thema des Klimawandels und dem immer drängenderen Veränderungsdruck auf dem Laufenden zu bleiben, empfehle ich Ihnen sehr den monatlichen Newsletter der Elektrizitätswerke Schönau, der Stromrebellen aus dem Schwarzwald. Kann sein, dass ich Ihnen schon Mal davon vorgeschwärmt habe, aber die aktuelle Ausgabe zum Thema von Freiheit und Verantwortung im Rahmen von Klimagerechtigkeit ist wieder so gut und spannend zu lesen, dass ich es Ihnen, auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, ans Herz legen möchte. Kann man natürlich auch abonnieren, wenn der Strom bei Ihnen aus einer anderen Steckdose kommt.
Vom hof wäre für den März zu berichten, dass die große Magnolie sich langsam anschickt, ihre Knospen zu öffnen, was ein Ereignis ist, dass Sie auf keinen Fall verpassen sollten.

Außerdem hat das hof-Café gebeten, hier seine Oster-Schließzeiten zu veröffentlichen, die vom 29. März bis einschließlich 8. April gehen.

Nach dem sehr schönen medizinisch-therapeutischen Nachmittag zu „Wege aus der Angst“ am vergangenen Freitag haben wir das Thema der beiden dazu gehörigen Übungsabende etwas erweitert und den Termin noch etwas geschoben. Die Übungs- und Stärkungsabende mit dem Titel: „Wege aus Angst und Erschöpfung“ mit Nicole Heilmann finden statt am Mittwoch, dem 13. März und am Mittwoch, dem 10. April jeweils von 19:30 bis 21:00 Uhr im großen Saal. Hier geht´s zu Info und Anmeldung…

Zum Frühlingsanfang am 20. März wird es einen Kreativkurs für Erwachsene mit einer liebevollen Natur- und Blumengestalterin, Carolin Bohnke, geben. Ab 18:00 Uhr können Sie unter ihrer Anleitung und mit einer Fülle von frühlingsfeinen Materialien im Saal zarte Frühlingskränze binden.

Die Schilasmühle ist ab März jeden ersten Sonntag im Monat von 15.00 - 17.00 Uhr für Besucherinnen und Besucher geöffnet, das ist schon jetzt gleich am kommenden Sonntag! Ganz neu gibt es auch einen Esel-Club für Schulkinder und in den Osterferien findet eine Ferienspielwoche statt. Alle genauen Infos dazu gibt es hier…

Und als Letztes, zum Vormerken, für alle, die eine Liebe für die Eurythmie haben: gleich nach den Osterferien startet ein Kurs mit 7 bewegten Abenden mit Marianne Voppmann, Eurythmistin und Heileurythmistin. Beginn ist am 16. April um 19:30 im Saal. Eine wunderbare Gelegenheit, um mit dem Schwung des aufsteigenden Jahres die Lebenskräfte zu stärken.

Es ist zwar noch eine Weile hin bis Ostern, aber die nächste hof-Post kommt erst nach den Feiertagen. Und deshalb wünsche ich Ihnen einen frischen Frühlingsbeginn, schöne Osterferien, einen gesegneten Ramadan für alle muslimischen Menschen und grüße Sie herzlich bis zum April!

Mit herzlichen Grüßen vom hof in Niederursel
Susanne Beckey

Hof-Post im Februar


Liebe Freundinnen und Freunde des hofs,

war das schön am Wochenende! Sonne satt! Nach diesen vielen grauen und nassen Wochen ein unglaublicher leuchtender Himmel, morgens und abends bunte Pastelltöne, dazu nachts der helle große Mond, soviel Licht rund um die Uhr war lange nicht. Geradezu übermütig wurden dabei einige Mitmenschen, mindestens drei unerschrockene Kinder mit T-Shirt habe ich draußen gesehen und jede Menge kurzbehoste Jogger.

Wer Freude hat an noch mehr Übermut und zudem tanzbegeistert ist, auf jeden Fall am Rosenmontag zur Faschingsparty am hof kommen um 19:00 Uhr im Saal. Es wird gut und garantiert schunkelfrei!

Sehr empfehlen kann ich auch die neue Bilderausstellung im hof-Café und im Holdersaal. Die bunten Impressionen von Stefan Krauch haben zurzeit Platz gemacht für moment:um, Acryl & Aquarellmalerei 2013-2023 von Nenad Selestrin. Am vergangenen Freitag war Eröffnung, jetzt können Sie gerne vorbeikommen und schauen.

In der Reihe der medizinisch-therapeutischen Nachmittage mit Frau Dr. Assmann-Sauerbrey und Nicole Heilmann haben wir uns herangewagt an ein Thema, das viele Menschen in ihren Seelen zunehmend quält: die Angst! Von Krise zu Krise immer mehr geschüttelt und von der medialen Berichterstattung zusätzlich genährt, ist die Angst präsenter denn je. „Wege aus der Angst“, das haben wir uns vorgenommen für den 23. Februar, mit Übungen zur seelischen Stabilisierung, Körperarbeit, sowie Anregungen zur spirituellen Kräftigung. Hier gibt es weitere Infos…

Und weil es eben nicht so schnell geht mit dem Loswerden der Angst und ihren vielen Gesichtern, gibt es die Möglichkeit, an zwei darauffolgenden Abenden (28. Februar und 13. März) mit einer der Dozentinnen, Nicole Heilmann, die Wege aus der Angst übend zu vertiefen und zu neuer Kraft und Zuversicht zu kommen. Hier finden Sie weitere Informationen zu den beiden Abenden…

Nun möchte ich Ihnen allen einen fröhlichen Februar wünschen und außerdem ausdrücklich betonen, dass wir uns allen Menschen verbunden fühlen, die einstehen für Demokratie, Vielfalt und Menschlichkeit!

Mit herzlichen Grüßen vom hof
Susanne Beckey

Hof-Post im November


Liebe Freundinnen und Freunde des hofs,

über die Erde brausen Stürme aller Arten und Menschen sind auf der Suche nach sicheren Orten für sich und ihre Familien. Da scheint es fast lapidar, zum gemeinsamen Laterne basteln einzuladen oder zum Offenen Handarbeitstreff – oder vielleicht gerade nicht? Gibt es womöglich sowieso keinen sicheren Ort, als den in mir selber? Und kann ich diese Kraft mit kleinem, gutem, schönem und sinnvollem Tun stärken? Das ist sicher bei den Menschen sehr verschieden, nicht für jede/n ist ein selbst gestrickter Strumpf zwangsläufig ein Freudenquell, aber dass Sie die Tätigkeit finden, mit der Sie sich ein Stück hinausbringen können aus der wilden Strom der Zeit, und zu Fokussierung, Erfreuung und Belebung finden, das wünsche ich Ihnen sehr.

Vielleicht finden Sie auch am „hof“ einen guten Ort für eine gute Zeit.
Ganz neu ab nächsten Mittwoch (8. November) von 15:30 bis 17:00 Uhr: Wöchentlicher Offener Handarbeitstreff für Alle! Gemeinsam gestalten und sich austauschen, Ideen entwickeln und umsetzen, mit und ohne Vorkenntnisse, mit und ohne Kinder. Wir laden herzlich ein zu diesem kostenfreien Angebot mit Susanne Meißauer, einer handarbeitsbegeisterten Autodidaktin – weitere Infos hier…
Wer es nicht so mit Wolle hat und sowieso noch dringend eine Laterne für´s Kind braucht, kann sehr gerne zur Offenen Laternenwerkstatt kommen. Gemalt wird am 6. November von 14-17 Uhr und gefaltet am 8. November, gleiche Zeit. Es geht auch, nur am Mittwoch zu kommen. Die Laternen sind unvergleichlich schön und tragen ein tröstliches Licht durch die Weltennacht. Auch dieser Kurs ist kostenfrei und ohne Anmeldung zu besuchen…

Und schon als Vorblick auf die Adventszeit, die einfach schon wieder, wie jedes Jahr, immer viel zu schnell kommt: Ende November machen wir an 3 Nachmittagen eine gemütliche Offene Adventswerkstatt (27., 28. und 29. November von 14-17 Uhr), in der Sie allerlei schöne und nachhaltige Besonderheiten fertigen können. Wer dann immer noch Schwung hat, kann am Abend des 29. 11. noch einen duftenden Adventskranz binden, dafür aber bitte anmelden, wegen der Tannengrünmenge.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie sich das Schöne, Wahre und Gute im Innern bewahren, auch für die Kinder unserer Zeit, und sende Ihnen herzliche Grüße aus Niederursel.

Ihre Susanne Beckey (heute etwas kleinlaut)

Hof-Post im September


Hof-Post im September

Liebe Freundinnen und Freunde des hofs,
mein eindeutig liebster Werbeträger ist die Litfaßsäule; erstaunlich, dass sie noch nicht dasselbe Schicksal ereilt hat, wie die gelben Telefonhäuschen, aber es gibt in Frankfurt immer noch eine stolze Menge davon. Seit Ende August ist dort die neue Kultursaison der städtischen Bühnen plakatiert und von einer Ankündigung bin ich besonders fasziniert:
„Kreuzpunkt der Unendlichkeit“. Diese Zeile aus dem Gedicht von Mascha Kaléko „Wo sich berühren Raum und Zeit“ weist auf eine Uraufführung im Schauspiel Frankfurt, Mascha K. (Tourist Status) von Anja Hilling. Mit genau diesem Thema befassen wir uns auch in einem Kurs in der Bildungsstätte, der am 20. September startet. Nur nicht von der Seite der Lyrik und des Theaters, sondern, ganz ungewohnt, aus dem Blick der Mathematik.

Im Kurs zur Projektiven Geometrie geht es um die Übung des ganz weiten Denkens, bis hin zur Unendlichkeit, in der sich die Parallelen kreuzen. Eine abendliche Reihe, nicht für Rechenkünstler, sondern für Menschen, die ihr Denken in die Hand nehmen möchten und zum Staunen bringen wollen. Und weit denken können, scheint mir in unserer komplexen, oft verwirrenden und anstrengenden Lebenszeit ein hilfreiches Tool zu sein.

Leider absagen müssen wir jedoch den geplanten Familientag mit Kinderkleider Second-Hand, der für den 16. September geplant war. Wir haben für diesen Tag einfach nicht genug tüchtige HelferInnen zusammengetrommelt bekommen und davon braucht es leider eine ganze Menge. Also ist er verschoben auf das Frühjahr 2024, Termin folgt.

Hier finden Sie das gesamte neue Programm der Freien Bildungsstätte für das zweite Halbjahr.

Bestimmt bunt und munter wird der 3. Oktober mit seinem Tag der Offenen Hoftore, dem Niederurseler Stadtteilfest, das sich von 12-17 Uhr durch alle Gassen und viele Höfe zieht.
Die genauen Standorte für Musik, Unterhaltsames, Leckeres und Kreatives sind ab Mitte September auf dem Übersichtsplan und auch auf der-hof.de zu finden.

Zum Schluss noch ein Hinweis auf eine bestimmt sehr schöne Ausstellung, die im Oktober im Frankfurter Romantikmuseum / Goethemuseum beginnt. Sie befasst sich mit Kindheit im Wandel, von der Aufklärung bis zur Romantik: „Natur will, dass Kinder Kinder sind“. Im begleitenden Veranstaltungsprogramm gibt es auch kurze Fortbildungen speziell für Lehrkräfte und pädagogisch Interessierte.

Nun sende ich Ihnen im Namen des ganzen hofs herzliche Grüße an diesem herrlichen Spätsommertag. Tanken Sie nochmal tüchtig Licht!

Susanne Beckey

Im Sog des Bildschirms - Gesunder Umgang mit digitalen Medien

EIN QUEREINSTIEG IST LEIDER NICHT MEHR MÖGLICH

Am 2. Mai 2023 starten wir im hof ein Projekt für Eltern mit Kindern im Alter von 0 bis 3 Jahren.

Wir wollen uns gemeinsam auseinandersetzen mit einer der großen Herausforderungen unserer modernen Welt: dem

 Umgang mit digitalen Medien in der Familie und dem gesunden Aufwachsen von Kindern

Dazu haben wir eine Fachfrau gewinnen können, die Medienmentorin Viola Hoffmann. Sie begleitet Eltern dabei, in der Familie kompetent und stressfrei mit den Bildschirmmedien umzugehen. Die Kunsttherapeutin und Mutter gründete nach langjähriger therapeutischer Arbeit 2020 ihr erstes online Programm für Eltern und unterstützt seitdem online und in Präsenz Familien, Schulen und Einrichtungen rund um das Thema Medienkompetenz.

Das Projekt läuft über einen Zeitraum von 12 Wochen, umfasst 6 Elternabende, davon einer in Präsenz am hof, die anderen fünf über Zoom und dazu 12 Wochen Messenger Support in der Gruppe mit individuellen Impulsen, Fragen und Fortführung des Themas. In dieser Zeit wird das Thema umfassend behandelt und auch nach Bedarf der Eltern angepasst.

Ziel ist, dass Eltern konkrete Handlungskompetenzen zur Verfügung bekommen, um mit dem Thema der Mediennutzung zu ihrer eigenen klaren Haltung zu kommen.

Wichtige Themen dabei sind:

  • Unterschied zwischen Mediensucht und Medienschädigung
  • Was ist Medienkompetenz?
  • Erarbeiten der Werte und Wünsche für das Zusammenleben mit Medien in der Familie
  • Sinnesentwicklung des kleinen Kindes / Wirkung verschiedener Medien
  • Medien und Nahrungsaufnahme
  • Vorbildfunktion der Eltern / Selbstregulation und Medienkompetenz / eigene Medienzeit beleuchten
  • Wirkung von Strahlung auf das menschliche Gehirn / Strahlungsquellen identifizieren und reduzieren
  • Datenschutz, Kinderbilder im Netz
  • Das familiäre Umfeld einbeziehen
  • Ausblicke auf das Kindergartenalter und Themen wie Cyber-mobbing, Cyber-grooming, Gaming und Prävention
  • Einfluss der Mediennutzung auf das Lernen, das Schreiben und die Sprache

Neugierig geworden?

Sprechen Sie gerne uns (bildungsstaette(at)der-hof.de) oder die Kollegin oder den Kollegen im Offenen Elterncafé oder in der Frühförderstelle an und nutzen Sie die Gelegenheit für sich und Ihre Familie, um ein gutes Werkzeug für den Umgang mit Medien an die Hand zu bekommen.

Es können bis zu 30 Eltern teilnehmen.

Termine

2. Mai um 19:30 Uhr in Präsenz am hof.

16. und 30. Mai, 13. und 27. Juni und 11. Juli, jeweils um 19:30 Uhr über Zoom (Dauer max. 90 min.)

In den Zwischenzeiten wird der Kontakt über die Messenger-Gruppe gehalten.

Wir sind gespannt auf diese neue Art der Zusammenarbeit zu diesem Thema, das uns allen sehr am Herzen liegt, dem gesunden Aufwachsen der Kinder!

 

Hof-Post im Dezember

Liebe Freundinnen und Freunde des hofs,

ein Jahr, kurz wie ein Wimpernschlag, zu voll, zu dicht die bestürzenden Ereignisse und es erinnert an die Verwünschung, deren Ursprung nebulös ist, aber treffend: „Mögest Du in interessanten Zeiten leben!“ Wenn das Leben zu aufregend wird, zu sehr betroffen macht, strengt es an, fordert uns Menschen heraus und kann auch sehr erschöpfend wirken.

Schön, wenn es in solchen Lebensphasen Menschen gibt, auf die man sich verlassen kann, so wie auf dem Bild der drei Hirten, einer Zeichnung der Frankfurter Künstlerin Barbara Scheidt. Eng stehen sie beisammen, so können sie sich gegenseitig schützen vor einem Angriff von hinten und haben rundum alles in der Sicht. Im Oberuferer Christgeburtsspiel kommen sie so zusammen, wenn sie schlafen wollen, wenn sie ihren Tanz beginnen oder sie sich singend ihre Träume erzählen. Manchmal kabbeln sie sich und necken sich, aber immer gutmütig und voll Vertrauen füreinander.
Wie gut ist das, wenn es in der Familie, unter Freunden oder bei der Arbeit Menschen gibt, die uns diesen Schutz geben, die uns im besten Sinne den Rücken stärken. Dann ist es leichter möglich, durch „interessante Zeiten“ zu gehen.

Wir freuen uns sehr, dass wir in diesem Jahr wieder Stichl, Witok und Gallus, Maria und Josef und ihre ganze Kumpanei im Saal erwarten dürfen, wie immer am 4. Advent um 17:00 Uhr und am 24. Dezember um 15:30 Uhr. Das Hirtenspiel ist geeignet für Groß und Klein ab etwa 5 Jahren. Gerade am Heilig Abend ist es wichtig, pünktlich zu kommen, weil es nur beschränkt viel Plätze gibt.

Sicherlich auch ganz wunderbar wird am Samstag, 17. Dezember ab 16:30 Uhr in der Schilasmühle, zu dem die Ponys, Esel und Schafe einladen. Sie wünschen sich, nach den langen Baustellenjahren, wieder in ihre geschützten Ställe zurückzukehren und sind etwas bestürzt über bröckelnde Wände und morsche Stalltüren. Deshalb wollen sie bei warmem Punsch, Plätzchen und der schönen Geschichte von Astrid Lindgren „Weihnachten im Stall“ die Herzen der BesucherInnen erwärmen und hoffen auf ein paar vorweihnachtliche Gaben. Hier geht´s zur Einladung und zum Spendenaufruf.

Ich wünsche Ihnen im Namen aller hof-MitarbeiterInnen eine Adventszeit mit vielen liebevollen und berührenden Momenten!

Mit herzlichen Grüßen
Susanne Beckey

Hof-Post im November


Liebe Freundinnen und Freunde des hofs,

ein Sommerblütenmeer im November, voller summender Bienen und fetter Hummeln, das hatte ich auch so noch nicht im Garten, aber nach den endlosen regenfreien Monaten ist die Natur in diesem milden Herbst nochmal richtig durch die Decke gegangen. Kinder in kurzen Hosen auf der Straße, feiernde Eintracht Fans (natürlich oberkörperfrei), eine Runde Leckeis im Café, die Heizung kann oft noch ausbleiben, das alles tut gut.

Aber spätestens wenn es um 17 Uhr dämmert, wird langsam deutlich, da kommt doch noch was Anderes. Liebe Kinder, Halloween ist rum und nächste Woche kommt der Heilige St. Martin geritten und dem wollen wir entgegenleuchten.
In den Kindergärten wird das Laternebasteln meist von tüchtigen ErzieherInnen abgedeckt, aber wenn Sie ein kleineres Kind haben oder Sie vielleicht auch für sich selbst ein schönes Licht wünschen, können Sie kommende Woche zu unserem offenen Angebot in die Holderwohnung am hof kommen.
Am Montag, den 7.11. besteht die Möglichkeit, in der Zeit zwischen 14 und 17 Uhr ein Aquarellpapier zu bemalen, aus dem dann die Laterne gefaltet werden kann (dauert vielleicht ein halbes Stündchen). Über Nacht kann alles schön trocknen und am Dienstag, auch zwischen 14 und 17 Uhr, können Sie Ihr Papier ölen, damit es hitzestabil wird und schön transparent leuchtet (ist in 15 Minuten gemacht). Richtig ernst wird es dann am Mittwoch, den 9. November. Da können Sie auch zwischen 14 und 17 Uhr vorbeikommen und die Laterne falten und unter Anleitung fertigmachen. Dafür muss man etwa eine Stunde rechnen. Alle, denen dies zu viel Aufwand ist, können auch nur am Mittwoch kommen, ich habe fertige Blätter vorbereitet. Wenn das auch nicht zu machen ist, schreiben Sie mich an, ich kann auch die eine oder andere Laterne für Sie anfertigen.
Noch Fragen? Zu kompliziert? Wird schon, Hauptsache in der Martinszeit leuchten recht viele bunte und tröstliche Lichter!

Sehr empfehlen möchte ich auch allen Eltern/Großeltern, die einen schönen, nachhaltigen und über Generationen vererbbaren Adventskalender anfertigen möchten, den Kurs am 14. und 16. November zu besuchen. Hier entsteht eine stimmungsvolle Adventslandschaft, die sich von Tag zu Tag mehr belebt und besonders als erster Adventskalender für die Kleinen sehr geeignet ist (Bitte anmelden)

Richtig stimmungsvoll wird es in Niederursel dann am Samstag, dem 19. November ab 17 Uhr, wenn Dämmerung und Novembertrübe sich ausbreiten wollen. Rund um das Café Mutz, das händewerk, WahlFach und Amselhof-Atelier gibt es bis 21 Uhr Zeit für Gespräche und Begegnung am Feuer und in den Ateliers und Werkstätten, Kunst und Handwerk zum Bewundern und zum Erwerben. „Im Dunkeln glüht es so schön“, heißt das Motto.

Und dann haben wir fast Advent! Am 22. November gibt es einen offenen Nachmittag zum Sterne falten, am 23. November einen Kurs zum Adventskranzbinden und dann kommt schon bald der Nikolaus. Wie schön, dass auf ein paar Dinge im Leben Verlass ist!

Ich freue mich, wenn wir uns bei der ein oder anderen Gelegenheit sehen und ein paar schöne Momente teilen können.
Im Namen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des hofs grüße ich Sie sehr herzlich

Susanne Beckey

Frühförderstelle — Ideen für zu Hause

Für alle Eltern der Frühförderstelle

Ideen & Anregungen für zu Hause

Der Tageslauf und seine Struktur ist die Basis. Worauf können Sie achten?

  • Zunächst entscheiden Sie: Wer macht was mit wem, wann und wo?
    Wer hat, wenn beide Eltern zu Hause sind, Zeit für die Kinder und den Haushalt und wer
    darf sich zurück ziehen und Dinge für sich machen.
  • Welchen Rhythmus/ Tagesablauf haben Sie und ist dieser nachvollziehbar und
    handhabbar? Ihre Kinder sind es vielleicht nicht gewöhnt, dass nun beide Eltern zu Hause
    sind und das kann zu ungewohntem Verhalten und Überforderung führen.
    So können Sie Ihr Kind unterstützen:

    • Diskutieren Sie als Eltern nicht vor den Kindern. Sicher sind Sie sich nicht immer
      einig.
    • Setzten Sie sich am Abend zusammen und schauen Sie auf den Tag zurück, was
      war gut und was möchten Sie eventuell verändern? Besprechen Sie den nächsten
      Tag.
    • Wenn es einmal zu viel wird, nehmen Sie sich eine kurze Auszeit, am besten an der
      frischen Luft.
  • Geben Sie dem Tag unterschiedliche Schwerpunkte, der Morgen ist eher für Tätigkeiten
    geeignet, die getan werden müssen und der Nachmittag gehört dem Spiel und der
    Bewegung.

    • Am Vormittag darf auch einmal jeder für sich sein. Kleine Kinder lieben es in der
      Gegenwart der tätigen Erwachsenen zu spielen und können dies auch für sich oder
      mit Geschwistern untereinander machen. Da wo dies nicht möglich ist, bekommen
      Sie eigene Spielbereiche.
    • Die Tätigkeit der Erwachsenen kann in der Gegenwart der Kinder meist nicht so
      „effektiv“ stattfinden, wie wir es uns oft wünschen. Hier müssen wir bereit sein zu
      unterbrechen, um wahrzunehmen was gerade aufgebaut oder gespielt wurde.
    • Der Nachmittag eignet sich gut, um einen kleinen Ausflug in die Natur zu machen,
      auf die nächste Wiese in angemessenem Abstand zu anderen, an den Bach, in die
      Felder oder in den Taunus.
    • Regelmäßige gemeinsame Mahlzeiten helfen dem Tag einen Rahmen zu geben.
      Frühstück – Mittagessen – Abendessen. Vielleicht gelingt es Ihnen nun wieder
      einmal zusammen am Tisch zu sitzen – oder wenigstens an zwei Mahlzeiten?Kleinere Kinder brauchen zwischendurch noch eine Stärkung, die „Tea Time“ ist
      dafür eine schöne Anregung.
    • Kleine Rituale können hierbei eine schöne Stimmung erzeugen, z.B. vor dem Essen
      die Hände reichen und sich einen „Guten Appetit“ wünschen.
  • Machen Sie einen Unterschied zwischen dem Alltag unter der Woche und den
    Wochenenden, an denen die Familie etwas zusammen unternimmt.

Aktivitäten & Spiele für zu Hause

Hier können Sie von Ihren Kindern lernen…

Ruhe & Entspannung

  • Fußbad & -massage: Das Kind kann Gegenstände (z.B. Steine, Muscheln, Murmeln) mit
    den Füßen „angeln“. Anschließend können Sie die gut abgetrockneten Waden und Füße
    mit Öl fest von oben nach unten bis zu den Zehenspitzen ausstreichen.
  • Rückenmassage: z.B. „Pizza backen“ auf dem Rücken des Kindes. Zuerst wird mit
    Handbewegungen der Teig geknetet, ausgerollt und dann mit unterschiedlichen Zutaten
    belegt. Zum Schluss können Sie ihre Hände aneinander reiben und mit den warmen
    Handflächen die Pizza „backen“.

Kreativität & Feinmotorik

  • Salzteig (im Internet finden sich einfache Rezepte zum Selbermachen): Teig kneten,
    formen und backen. Anschließend können die Formen bemalt werden, z.B. mit
    Wasserfarben (Tipp: bei kleineren Kindern können die Farbtabletten aus dem Malkasten
    mit wenig Wasser in kleinen Gläschen gelegt werden, das erleichtert die Handhabung).
  • Spielen mit Sand: Sie können eine Kiste mit Sand befüllen (in der Wohnung, auf dem
    Balkon oder im Garten), in denen das Kind versteckte Schätze suchen kann oder
    unterschiedliche Gefäße mit Sand befüllen und umfüllen kann. Zum Formen eignet sich
    besonders gut „Kinetic Sand“/ „Magic Sand“, den man im Internet bestellen kann.
  • Perlen fädeln: Mit bunten (Holz-)Perlen lassen sich tolle Bänder, Ketten o. ä. basteln.

Aktivität & Bewegung

  • Dinge verstecken und suchen: Sie können Gegenstände (z.B. kleine Bälle) in der
    Wohnung oder draußen verstecken, die ihr Kind suchen muss. Gerne können auch die
    Rollen getauscht werden.
  • Schaukeln: Im Türrahmen lassen sich Schaukeln oder Hänge-Sitzsäcke befestigen
    (Halterungen sind z.B. im Baumarkt erhältlich). Schaukeln spricht unter anderem den
    Gleichgewichtssinn des Kindes an!
  • Balancieren: Drinnen lässt sich einfach auf einem auf dem Boden ausgelegten Seil, der
    Teppichkante oder über verschiedene Kissen balancieren.
  • Höhle bauen: Mit Hilfe von Decken, Betttüchern, Tischen, Hockern, Stühlen (…) lassen
    sich tolle Höhlen bauen, in die die Kinder krabbeln, sich verstecken und spielen können.
    Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt!
  • Wasserspiele: Kleine Töpfe oder Schüsseln mit wenig Wasser befüllt eignen sich prima,
    um darin mit Löffeln, Schneebesen o.ä. zu rühren und umzufüllen. Am besten füllt man nur
    so viel Wasser in die Gefäße, wie ein untergelegtes Handtuch aufsaugen kann.

Spiele für Draußen

  • Verschiedene Untergründe entdecken: Wiese, Wald und Feldweg oder am Bachufer
    entlang. Gehen sie, wenn möglich, auch mal abseits der Wege. Besonders für kleine
    Kinder ist dies eine tolle Übung für das Gleichgewicht und sicheres Laufenlernen.
  • Suchen und Sammeln: Beim Spazierengehen können Sie gemeinsam in einer Tasche
    oder einem Eimer spannende Dinge sammeln, die Sie entdecken. Mit kleinen Steinen,
    Stöcken, Blumen und Pflanzen lässt sich anschießend spielen oder basteln oder Sie
    können ein „Mandala“ aus Naturmaterialien bauen/ legen.
  • Verstecken spielen
  • Stöcke schnitzen
  • Mit Kreide malen: Mit Kreide lassen sich tolle Straßenbilder malen oder Bewegungsspiele
    wie „Hüpfkästchen“ aufzeichnen.

Lieder und Beschäftigungsideen

Lieder im Tagesrhythmus

am Morgen: „Guten Morgen lieber Sonnenschein“

Guten Morgen, lieber Sonnenschein,
schaust in die Fenster schon herein.
Was machen denn die Vögelein?
Die Vögelein sind aufgewacht
und haben für die stille Nacht
dem Schöpfer ihren Dank gebracht.

(Ei mein Vögelein,
schwingst die Flügelein,
bringst dem Kinde Sonnenschein!
Ei mein liebes Vögelein!)

am Mittag (vor dem Essen): „Erde, die uns dies gebracht“

am Morgen: „Guten Morgen lieber Sonnenschein“

Erde, die uns dies gebracht,
Sonne, die es reif gemacht.
Liebe Sonne, liebe Erde,
Euer nie vergessen werde!

Gesegnete Mahlzeit, gesegnete Mahlzeit – Lass‘ es dir/ Lasst es euch gut schmecken!
(Hierbei können Sie sich gegenseitig die Hände reichen)

am Abend: „Leise weht der Abendwind“

am Morgen: „Guten Morgen lieber Sonnenschein“

Leise weht der Abendwind, durch die müden Berge.
Schläfrig schon die Vöglein sind und die kleinen Zwerge.
Suchen schnell ihr Häuslein auf
dort in der alten Wurzel,
schlafen nach des Tageslauf
klein Birzel und klein Burzel.


Liedtexte als PDF (67 kb)

Frühförderstelle

Haus des Kindes

Ein Ort für Kinder, die in ihrer Entwicklung der zusätzlichen Hilfe bedürfen, sowie deren Eltern, die Rat und Unterstützung suchen.

Wir helfen Kindern, die zum Beispiel: 

  • von Rastlosigkeit getrieben sind
  • aggressiv zu sich oder anderen erscheinen
  • von Ängsten geplagt werden
  • unter den Folgen einer erschwerten Geburt leiden (z.B. Kaiserschnitt)

Allen Eltern, die bei der Erziehung ihrer Kinder auf Schwierigkeiten stoßen, bieten wir zu diesen und ähnlichen Fragen Eltern- und Erziehungsberatung.

Erstkontakt:
Wenn Sie Fragen zu der Entwicklung Ihres Kindes oder unserer Arbeitsweise haben, können Sie ein offenes, unverbindliches Erstgespräch oder einen „Anamneseblock“ verabreden. Der Anamneseblock besteht aus 3 Einheiten: Einem Elterngespräch, einer freien Beobachtung des Kindes und einem zweiten Elterngespräch, in dem wir mit Ihnen nach Lösungsansätzen suchen.

Mitarbeiter

David Bauer

Geschäftsführung
Kunsttherapeut BVAKT
Heilpraktiker Psychotherapie

Tatjana Giesler

Geschäftsführung
Dipl. Pädagogin
Kinder- u. Jugendlichen-Psychotherapeutin

Antje Kind

Office Management

Christian Forss

Inklusive Pädagogik und Elementarbildung M.A.
Kindheitspädagogik B.A.

Claudia Grah-Wittich

Fachberatung, Qualitätssicherung
Kunstgeschichte, Philosophie M.A.
Dipl. Sozialarbeiterin, Dozentin

Djalila Schindler

Soziale Arbeit B.A.

Karola Schaar

Dipl. Sozial- und Tanzpädagogin

Marcel Roosen

Motologie M.A.
Soziale Arbeit B.A.

Marianne Voppmann

Heileurythmistin
Heilpädagogin

Sara Kolata

Soziale Arbeit B.A.

Selina Kaus

Erziehungswissenschaft B.A.

Nora Hagenstein

Heilpädagogik B.A., Psychologie M.Sc.